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Herren I Spielbericht vom 04.02.2012 HSV Main-Tauber - HSG Lauf/Heroldsberg 28:28 (12:13)
Verfasst am 06.02.2012 um 10:08
Mit einem alles in allem leistungsgerechten 28:28 Unentschieden trennten sich am Samstagabend die Landesliganeulinge aus Wertheim und Lauf/Heroldsberg und boten den Zuschauern zwar kein hochklassiges, dafür aber stets spannendes Spiel. Mit einer etwas ungewöhnlichen Anfangsformation begannen die Gastgeber, für die Niko Neuhaus nach 2 Minuten die 1:0 Führung besorgte. Auch beim 2:1 lagen die Gastgeber noch vorn, doch Sicherheit bei den Ballstafetten wollte nicht aufkommen, so dass die sehr lauffreudigen Gäste langsam aber sicher Oberhand bekamen und beim 2:4 nach 5 Minuten ein erstes Ausrufezeichen setzten. Doch der HSV hielt dagegen. Mit einer gegenüber den ersten Minuten verbesserten Abwehrleistung und einem bärenstarken Sam Meckelein im HSV-Gehäuse, legte der HSV den Grundstein für den spannenden Spielverlauf, den er aber leider auch durch zu viele einfache Ballverluste unterstützte, da ansonsten nach 15 Minuten ein anderes Zwischenresultat als 7:6 möglich gewesen wäre. Auch das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Sebastian Beck, der bis dahin eine gute Vorstellung auf der halbrechten Problemposition zeigte, war nicht förderlich für Trainer Senfts Spielgedanken, zumal mehrere Spieler wegen grippaler Infekte nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren. Ein weiterer, das Spiel beeinflussender Faktor gesellte sich in Person der Schiedsrichter dazu, deren Entscheidungen nicht immer nachvollziehbar und aus Sicht des HSV meist gegen ihn gerichtet waren. Da aber auch die Gäste bei ihrem laufintensiven Spiel nicht fehlerfrei blieben, blieb die Partie spannend, wobei die Gäste zur Pause knapp mit 13:12 vorn lagen und dieser leichte Vorteil aus dem besseren Positionsspiel und einer etwas besser zupackenden Abwehr resultierte. Auf seine individuelle Stärke baute der Gastgeber im zweiten Durchgang, der aber gar nicht gut begann. Ein schlampiges Anspiel und ein zu früh und unplatziert ausgeführter Wurf brachten die Mittelfranken in Ballbesitz, die nicht lange Federlesen machten und den HSV mit zwei Treffern zur 15:12 Führung bestraften. Nun waren tatsächliche individuelle Fähigkeiten gefragt. Zum Glück wurde jetzt Konrad Michel mutiger, steigerte sich gegenüber dem ersten Durchgang enorm und warf beim starken Gästetorhüter so, wie es am erfolgversprechendsten war, nämlich kurz und trocken und vor allem oben. Auch Niko Neuhaus, Peter „Bob“ Baumeister und der mit schönen Wurfvarianten aufwartende Lukas Möslein beherzigten diesen Umstand zumeist, so dass der HSV nach dem schnellen Ausgleich zum 15:15 wieder zurück war und nach dem 17:17 erstmals die Chance hatte sich eine eigene Führung herauszuwerfen. Doch diese Chance wurde, wie noch mehrere Mal danach, vertan. Zunehmender Unmut der Zuschauer über die Schiedsrichterleistung kam auf und stachelte den HSV und ganz besonders Mathias „Sam“ Meckelein im Tor an, nicht locker zu lassen. Beim26:28 in der 56. Minute sah es aber gar nicht gut für die Gastgeber aus. Mit einer Auszeit versuchte Senft das Blatt noch einmal zu wenden, brachte zum Glück auch wieder die beiden torgefährlichsten Angreifer Neuhaus und Michel zurück, die sich dann auch für die Tore zum 28:28 verantwortlich zeigten. Als die Stadelner Schiedsrichter Sekunden vor Schluss aber einen sehr fragwürdigen Siebenmeter für die Gäste gaben, schien das Spiel verloren. Doch da war ja noch einer: Sam Meckelein parierte den entscheidenden Wurf, war damit der Punktgarant und kam auf insgesamt 24 gehaltene Bälle. So blieb es beim durchaus leistungsgerechten 28:28Unentschieden, mit dem beide Mannschaften ganz gut leben konnten.
Für den HSV spielten und trafen: Sam Meckelein und Patrick Zeitler im Tor, Manuel Krahne, Daniel Wießler 2, Christian Diehm 2, Julian Enzfelder 2, Philipp Michel, Konrad Michel 7, Kevin Roesler 1, Sebastian Beck 1, Nikolas Neuhaus 7/1, Lukas Möslein 3, Levent Akbulut, Peter Baumeister 3.
Schiedsrichter: Mehl/Homa (MTV Stadeln)
Zuschauer: 150
Zeitstrafen: HSV 2, HSG 3. Rote Karte: --
Siebenmeter: HSV: 4/ davon 1 verwandelt, HSG 7/5
Stimme zum Spiel
Norbert Senft, Trainer HSV Main-Tauber: Meiner Philosophie nichts über die Schiedsrichterleistung sagen zu wollen, will ich treu bleiben, doch finde ich es einfach unglücklich, Schiedsrichter von einem Verein, der wie wir gegen den Abstieg spielt, anzusetzen. Am Ende bin ich über den Punkt froh und mit der Abwehrleistung nicht unzufrieden. Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, bräuchten wir uns auch nicht über mögliche Fehlentscheidungen und Beeinflussung zu unterhalten.
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