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Herren I Spielbericht vom 11.02.2012 ASV Cham - HSV Main Tauber 24:29 (14:13)
Verfasst am 13.02.2012 um 08:55
Sie hat also nicht getäuscht, die positive Grundstimmung, mit der der HSV Main-Tauber die weite Reise an die tschechische Grenze zum ASV Cham angetreten hat und dies obwohl die Gastgeber klar favorisiert in die Begegnung gingen und dieser Rolle zunächst auch gerecht wurden. Denn es sah gar nicht gut aus in den ersten Minuten. Der 1:0 Führung des HSV antworteten die Gastgeber schnell und warfen sich über 3:1 eine scheinbar sichere 6:2 Führung nach knapp 10 Minuten heraus. Doch diese scheinbare Überlegenheit fühlte sich auch für den HSV nicht als solche an und daher blieb Norbert Senft seinem von Anfang an gewähltem Konzept treu. Im Gegensatz zu den letzten Wochen setzte er wieder auf einen „Abwehrchef“ und hatte diesen in Person von Philipp Michel, der von Beginn an diese Position spielte und seinen Anteil dazu beitrug, dass die Oberpfälzer sich zunächst nicht weiter absetzen konnten. Aber näher heran kamen die Gäste bis zum 6:10, aus ihrer Sicht, nicht. Mehrere vergebene Großchancen und ein wenig Pech waren verantwortlich für diesen Zwischenstand, der angesichts der frühen Verletzung (15.) von Peter „Bob“ Baumeister nicht gerade positiv stimmte. Cham die sich gut vorbereitet auf den HSV zeigten, stellten nun ihre Abwehr um und legten Wertheims auffälligste Akteure, Neuhaus und Konrad Michel, an die kurze Leine, rechneten dabei aber wohl nicht mit der mannschaftlichen Geschlossenheit, mit der der HSV in der Folge aufwartete und dies obwohl ja auch Möslein und Krahne fehlten. Beim 11:11 hatte der HSV die Oberpfälzer gestellt und war fortan auch beim Resultat auf Augenhöhe. Immer mehr zu einem spielentscheidenden Faktor wurde nun auch die Torhüterposition, die, nach den letzten guten Leistungen von Matthias „Sam“ Meckelein, etwas überraschend Patrick Zeitler einnahm, der aber das Vertrauen des Trainers nicht enttäuschte und wie auch der andere „Edelreservist“ aus den vergangenen Wochen, Julian Enzfelder, jetzt die Kohlen aus dem Feuer holte. Zwar lagen die Gastgeber auch zur Pause (14:13) noch vorn, doch der Vorteil aus den Spielminuten zuvor, ließ Gutes für die Gäste verheißen, die kurz nach dem Wechsel beim 16:15 erstmals seit dem 1:0 wieder vorn lagen. Bis zum 20:20 nach 44 Minuten egalisierten sich beide Teams, wobei just zu diesem Moment eine Entscheidung der Schiedsrichter den weiteren Spielverlauf beeinflusste. Und es sah nicht so aus als würde der nach der Verletzung von Baumeister und dem Fehlen von Krahne und Möslein ohnehin schon arg gebeutelte HSV, die weitere Schwächung durch eine umstrittene rote Karte für Konrad Michel weg stecken können. Doch gerade diese Situation sorgte für eine Trotzreaktion des HSV. Mit unbändigem Kampfgeist, einem ausgeprägten Siegeswillen und einem nun überragenden Patrick Zeitler im Tor scherte der HSV gerade jetzt auf die Überholspur aus, warf sich mit 4 Treffern in Folge auf 24:20 davon und gab damit, wie auch die Schiedsrichter nach dem Spiel süffisant zu Protokoll gaben, die richtige Antwort auf eine „vermeintlich“ zu harte Entscheidung. Cham die bestens auf Baumeister und Michel eingestellt waren, fanden sich mit der völlig veränderten HSV-Mannschaft nicht mehr zurecht und prallten eins ums andere Mal an der wieder erstarkten Abwehr samt Torwart ab. Fortan ließ der Gast nichts mehr zu und bewegte sich einem dann souverän herausgespielten 29:24 Endstand zu.
Für den HSV spielten und trafen: Sam Meckelein und Patrick Zeitler im Tor, Daniel Wießler 3, Christian Diehm 3, Julian Enzfelder 2, Philipp Michel 1, Konrad Michel 8/3, Kevin Roesler 1, Sebastian Beck, Nikolas Neuhaus 7, Levent Akbulut 2, Peter Baumeister 1, Marius Latosinszky 1.
Schiedsrichter: Erhart/Geier (TSV Unterhaching)
Zuschauer: 200
Zeitstrafen: HSV 3, ASV 1. Rote Karte: HSV 1, ASV 1.
Siebenmeter: HSV: 4/ davon 3 verwandelt, ASV 5/4
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