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Herren I  Spielbericht vom 21.01.2012 HSV Main-Tauber - HG Amberg 33:25 (15:9)

Verfasst am 23.01.2012 um 12:47


Einen Befreiungsschlag wollten die Wertheimer Handballer nach zuletzt vier Niederlagen in Serie landen und sich gegen den Tabellennachbarn von den Abstiegsrängen absetzen. Mit einem klaren und völlig ungefährdetem 33:25 gelang dies schließlich auch, wobei dieser Sieg im Laufe des Abends zusätzlich an Bedeutung gewann, denn völlig überraschend gewannen alle hinter dem HSV platzierte Mannschaften, so dass bei einer eigenen Niederlage die Abstiegsangst zurückgekehrt wäre. Dass der HSV gegen Amberg recht motiviert begann, lag auch daran, dass die Gäste den HSV mit wenig Respekt begegneten und sich im Vorfeld dieses Spiels immer noch wunderten, weshalb sie gegen diesen Gegner zu Hause mit 20:27 unterlegen waren. Die Antwort darauf gab die Mannschaft von Norbert Senft den Oberpfälzern schnell. Schon nach 3 Minuten hieß es 3:0 und bereits jetzt war zu erkennen, dass Amberg bei weitem nicht über die spielerischen und vor allem personellen Qualitäten des HSV verfügt und dieses Spiel wohl kaum gewinnen dürfte, zumal der HSV gewillt war, seine zuletzt harsch kritisierte Abwehrleistung zu verbessern. Offensiv begegnete der HSV den nicht gerade wurfgewaltigen Oberpfälzern, die sich damit erstaunlich schwer taten und den soliden Patrick Zeitler im HSV-Tor bis zum 5:2 nur mit Siebenmetern überwinden konnten. Ganz anders der HSV in der Anfangsphase. Von allen Positionen strahlte man Torgefahr aus, so dass Ambergs Ziel den HSV mit einem vorgezogenen Abwehrspieler zu stören wirkungslos verpuffte. Nur seiner eigenen Abschlussschwäche war der Umstand geschuldet, dass die Gastgeber auch beim 8:5 nach 18 und beim 11:7 nach 22 Minuten noch nicht auf die Überholspur ausgeschert waren, denn der Leistungsunterschied zwischen den ungleichen Tabellennachbarn war, „gefühlt“, deutlich höher. Zwei vergebene Siebenmeter und mehrere klare Torchancen, auch durch den sonst so sicheren Daniel Wießler auf Linksaußen, machten das Zwischenresultat für die Gäste erträglich, deren Hoffnung auf einen Nichtabstiegsplatz heranzukommen, bereits zur Pause (15:9 für den HSV) äußerst gering gewesen sein dürfte. Und am Gesamtbild der ersten Hälfte änderte sich auch nach dem Wechsel zunächst wenig. In der Abwehr gegen allerdings harmlose HG-Angreifer auf der Hut und im Angriff klar überlegen präsentierte sich der HSV seinen Fans und hatte spätestens beim 19:10 (34.) mehr als nur eine Vorentscheidung getroffen. Doch anstatt weiterhin mit aller Entschlossenheit einen Klassenunterschied zu demonstrieren, passte sich der HSV in der Folge dem schwachen Niveau der Gäste an. Immer schlampiger wurden die Aktionen und längst war die Konzentration aus allen Köpfen raus. Vergessen war wohl auch, dass man in der Abwehr mal wieder positive Schlagzeilen schreiben wollte, denn deren Verhalten war gegenüber den ersten 34 Minuten nicht wieder zu erkennen. Und so war Amberg ausgesprochen gut bedient und konnte sich dafür auch bei seinem Torwart bedanken, der noch der beste seiner Mannschaft war und in der 39. Minute, 20:12 lautete der Spielstand, 3 Gegenstöße in Serie parierte und damit die Fahrlässigkeit des HSV vor Augen führte. Und keineswegs lag dies daran, dass der HSV längst nicht mehr in bester Besetzung spielte, denn auch schon mit dieser Besetzung war die Schlampigkeit gegen einen längst geschlagenen Gegner eingekehrt. So stand am Ende ein in der ersten Hälfte überzeugend herausgespielter 33:25 Heimerfolg, dessen Gesamteindruck durch die zweiten 30 Minuten litt. Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Eine Herausforderung war Amberg für den HSV nicht! Die Schiedsrichter in dieser sehr fairen Partie waren hervorragend.
Für den HSV spielten und trafen: Patrick Zeitler im Tor, Peter Baumeister 2, Manuel Krahne 3, Daniel Wießler 1, Christian Diehm, Julian Enzfelder 1,  Marius Latosinszky 1, Sebastian Beck 2, Nikolas Neuhaus 11, Lukas Möslein 2, Levent Akbulut 3, Konrad Michel 7/1.
Schiedsrichter: Drummer/Herpolsheimer (HC Erlangen)
Zuschauer:    180
Zeitstrafen: HSV 1, Amberg 5, Rote Karte: --
Siebenmeter: HSV: 3/1, Amberg 5/4
 



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