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Herren I  Spielbericht vom 28.01.2012 DJK Waldbüttelbrunn - HSV Main-Tauber 32:25 (18:11)

Verfasst am 30.01.2012 um 07:31


Die erwartete Niederlage quittierte am Samstagabend der HSV Main-Tauber beim Topfavoriten auf die Meisterschaft, der DJK Waldbüttelbrunn und war, objektiv betrachtet, ohne jede Chance. Dass dem so war ist natürlich der vorhanden Klasse des Tabellenzweiten geschuldet, aber auch dem Umstand, dass die Gäste aus Wertheim ihre Qualitäten nicht in vollem Masse abrufen konnten und so auf verlorenem Posten standen. Mutig begann Trainer Norbert Senft das Derby gegen den haushohen Favoriten vor den Toren Würzburgs. Sehr offensiv ließ er seine Jungs in der Abwehr agieren, wobei schnell deutlich wurde, dass dies ein gefundenes Fressen für den Aufstiegsanwärter Nummer 1 sein würde, zumal die Gäste sehr nervös ihre ersten Angriffe bestritten und mit den daraus entstandenen Ballverlusten den „Sumpflern“ in die Hände spielten. Ganz anders die Hausherren. Schnell erkannten sie, dass die Gästeabwehr nur ein sehr fragiles Gebilde ist und nutzten die sich ihnen bietenden Chancen ohne mit der Wimper zu zucken. Sehr spielintelligent zeigte sich dabei der frühere ungarische Nationalspieler Nobert Sutka, der seine Nebenmannen auch mit langen Bällen glänzend in Szene setzte, ohne dass der 2,04 m Hüne seinen durchaus vorhanden „Hammer“ auspacken musste. Vor allem Marc Kirchner auf der Halblinken Position profitierte von der Umsicht seines Mitspielers und war hauptverantwortlich dafür, dass der HSV nach 8 Minuten bereits mit 1:5 hinten lag. Ein weiterer Punkt der den Unterschied ausmachte, war das Abwehrverhalten. Während „Wabü“, als abwehrstärkste Mannschaft der Liga bekannt, auf eine 6:0 Abwehr mit konsequentem Zugriff setzte, versuchte der HSV den mit guten Einzelspielern besetzten Gastgeber mit einer sehr offensiven „Zonenabwehr“ beizukommen, die aber allerhöchstens beim Basketball Erfolgserlebnisse hätte sammeln können. Und da der HSV trotz aller gut gemeinten Abwehrvarianten-Versuche keinen Zugriff und schon gar keine Sicherheit bekam war eine Vorentscheidung schnell getroffen. Nach 15 Minuten nahm Norbert Senft seine Auszeit, lag mit seiner Mannschaft da aber schon mit 3:9 im Rückstand. Zumindest im Angriff aber wurde es ab da besser, doch sollte es auch danach noch etliche Minuten dauern, bis die HSV-Abwehr, einschließlich Torhüter, ihr erstes  Erfolgserlebnis haben würde. Ganz schlimm schien es auszugehen, als die klar überlegen Gastgeber nach 20 Minuten das 15:6 erzielten. Doch ab diesem Zeitpunkt war der HSV auf Augenhöhe. Wesentlich entschlossener und nicht mehr mit einer so hohen Fehlerquote wie noch davor ging der HSV nun auf die stärkste Abwehr der Liga zu und hatte schließlich auch in der 26. Minute das erste Erfolgserlebnis in der eigenen Abwehr, als Matthias „Sam“ Meckelein, der einige Minuten davor für den völlig glücklosen Patrick Zeitler ins Tor kam, den allerersten Ball verteidigte. Und da jetzt die Angriffsbemühungen erfolgsversprechender durchgeführt wurden, war der HSV ab diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe. Könnte man die Anfangsminuten und den damit verbunden 9:17 Rückstand zu diesem Zeitpunkt (26.) ausblenden, dann könnte man dem HSV attestieren, dass er beim Meisterschaftsfavorit eine sehr ordentliche Vorstellung abgeliefert hatte. Doch die 18:11 Pausenführung der Hausherren und das Kräfteverhältnis über weite Strecken der ersten Hälfte, ließ wenig Hoffnung, einem drohenden Debakel zu entgehen, zumal der Beginn der 2. Hälfte dem Spielbeginn ähnelte. Technische Fehler auf der einen Seite (HSV), souveräne Aktionen auf der anderen Seite. Auf 26:15 war Waldbüttelbrunn gegen sich dennoch zunehmend wehrende Wertheimer davongezogen und mussten in der Schlussphase der Partie akzeptieren, dass, nachdem die beiden Schiedsrichterinnen nun auch etwas kritischer die Aktionen der Gastgeber gegenüber der ersten Halbzeit beurteilten, der HSV im Spiel war und Dank sehr guter Einzelleistungen von Sam Meckelein im Tor und den beiden Außenspielern Möslein und Roesler das freilich entschiedene Spiel kontrollierten und am Ende gar noch ein respektables Resultat erzielten. „Knapper“ als 25:32 hatte davor in dieser Saison noch keiner bei den „Sumpflern“ verloren, so dass der HSV aus dem erreichten Remis in der 2. Hälfte für die kommenden Aufgaben sogar Mut schöpfen kann.
Für den HSV spielten und trafen: Patrick Zeitler und Mattias Meckelein im Tor, Peter Baumeister 4, Manuel Krahne 4, Daniel Wießler, Christian Diehm 1, Julian Enzfelder, Konrad Michel 5/3, Marius Latosinszky (n.e.), Sebastian Beck (n.e.), Nikolas Neuhaus 4, Lukas Möslein 4, Levent Akbulut 1, Kevin Roesler 2.
Schiedsrichter: Elfinger/Wald (HC Erlangen(TSV Räthenbach)
Zuschauer:    350
Zeitstrafen: HSV 2, Wabü 8, Rote Karte: Wabü 1 (3 x 2 Minutenstrafe)
Siebenmeter: HSV: 3/3, Wabü 3/2
 



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